Das Haus - oder - Wie es begann

Dank der Informationen über Herdecker Häuser, die Wolfram Mellinghaus zusammengetragen hat, liegt kein dichter Nebel über die Urspünge des Hauses, sondern nur noch ein wenig Dunst ... *)

Ländliches Herdecke Ländliches Herdecke

Das Haus wurde gemäß den Besitznachweisen und dem Urkataster irgendwann zwischen 1780 und 1824 gebaut. Die Familie Blothe muss bereits vor 1800 im Besitz dieser Liegenschaft gewesen sein. Die ersten nachweislichen Besitzer waren die Geschwister Heinrich Wilhelm und Wilhelmine Blothe.

Wahrscheinlich gehörte diese Parzelle ursprünglich zu dem Nachbarhaus Hauptstraße 40, die durch Teilung selbstständig wurde.

Das ehemalige Drögekorm-Gut (Hauptstraße 36, heute Optik Nehm) und dieses Haus waren durch Anbauten verbunden. Die dicke, hervorspringende Steinmauer an Nr. 36 lässt dieses noch erahnen.

Wo heute ein Verzweigungsarm der Frühlingsstraße von der Hauptstraße zur Neuen Bachstraße ist, stand damals ein steinernes Backhaus. Der nach den umfassenden Umbauten in den 1970-er Jahren wieder hergestellte Brunnen direkt an der Hauswand, könnte den anfallenden Wasserbedarf für Haus und Backstube geliefert haben.

*) Wolfram Mellinghaus: "Herdecke um 1800", Herdecke 1999

 

Die enge Hauptstraße

Nahezu alle Straßen in Herdecke waren sehr eng. Auch die Hauptstraße machte da keine Ausnahme. Wo heute "weite Flächen" in der Fußgängerzone zum Verweilen einladen, war es damals selbst für entgegenkommende Fuhrwerke fast schon zu schmal.

Die Aufnahme entstand vor den Abrissmaßnahmen im 20. Jahrhundert. Die "neue" Stiftsstraße gab es damals noch nicht. Der Neubau mit dem Discounter ebenfalls nicht, und auch das Bankenhaus war nicht einmal angedacht. Ganz dunkle verschieferte Haus ganz links war Cafe Best, das ebenso der Abrissbirne zum Opfer fiel, als die Straßen verbreitert wurden. Man fährt heute quasi durch die Backwaren.

Übrigens, das Haus im Bildzentrum hinter dem Pkw werden Sie vergeblich suchen. 

Nicht mehr auf dem Foto zu sehen sind die Straßenbahnschienen der Linie 4 der Hagener Straßenbahn AG. 

Der Pfeil zeigt auf das Dach der Hauptstraße 38, also der heutigen Gaststätte Tante Alma.

 

Es war einmal der Westfälische Hof & "Tante Alma" Bierwirth 

Alma Bierwirth Alma Bierwirth

Lange bevor die Gaststätte den Namen "Tante Alma" erhielt, und vor den Jahren als Diskothek (andere sagten Boxbude, Zockerhaus und ähnlich nette Dinge zu den Namen "Bei Olli" und "Studio 38"), war das Lokal unter der Leitung on Alma Bierwirth als "Westfälischer Hof" bekannt.

Damals noch mit Anbauten, war es nicht nur Anziehungspunkt für Herdecker zum Bier und kleinen Speisen, sondern auch Heimstatt der heimischen Fußballer, die hier duschen konnten. Als der Anbau verschwand und nahezu gleichzeitig die jeweiligen Sportlerheime bei den Bolzplätzen entstanden, hatte sich das erledigt.

Tante Ama Westfälischer Hof 1930er Jahre "Westfälischer Hof", heute Tante Alma in dern 1930er Jahren

Überhaupt war Herdecke in den 30-/40-/50-/60-er Jahren mit der heutigen Stadt nicht vergleichbar. In all den Jahren (soweit in den Kriegswirren noch etwas stehen blieb) behielten die Lokale ihr ursprüngliches Aussehen. Noch war die Umstrukturierung in NRW in Städte und Kreise in den Startlöchern, was sich in den 70-ern grundlegend ändern sollte - zwanzig Jahre später in noch erheblicherem Maße.

Westfäkischer Hof, heute Tante Alma in den 1950er Jahren "Westfälischer Hof", heute "Tante Alma" (linker Bildrand) in den 1950er Jahren

Das nebenstehende Foto (aufgenommen in den 50-er Jahren aus dem Obergeschoss Hauptstraße 33) zeigt noch den Westfälischen Hof so wie er lange Jahre aussah (siehe auch obiges Bild). Die Blechplatten waren in den 50ern noch montiert (wie heute noch beim Nebenhaus Nr. 40).

Im Zuge der neuen Länder-Strukturierung begannen in ganz Herdecke umfassende Umbau- und Baumaßnahmen. Sollte die Stadt zu Hagen? Zu Dortmund? Zum Märkischen Kreis? Zum Ennepe-Ruhr-Kreis? Wollte die Stadt ihre Selbstverwaltung erhalten, blieb nur ein Kreis.

Man entschied sich für EN - und den damit verbundenen Auflagen für die Erweiterung der sozialen und kulturellen Angebote. Hastig wurde ein altes Haus nach dem anderen ganz oder teilweise abgerissen, Mini-Trabantenstädte entstanden, das eher ländliche Gesicht (von Fa. Habig abgesehen (Schornstein auf dem Foto) Herdeckes wandelte sich zusehends. Neben Wohnraum brauchte es Platz für den steigenden Autoverkehr. Die Umgehungstraße entstand erst später, also wurde die sehr enge Hauptstraße auf Kosten der alten Hausbestände merklich verbreitert ... 

  

(wird weiter ausgeführt) 

 

 

Nichtraucher
Familienfreundlich
Fußballfreie Zone (Zutritt in Bundesliga-Bekleidung nicht gestattet)
• Aktiver Teilnehmer Ruhr.2010
Ruhrtal-Radweg - Partner
• "Emily Engel" - Anlaufstelle für Kinder & Jugendliche in Not
• Ausgezeichnet mit dem Westfälischen Gütesiegel 2010
DRK Fördermitglied

 

Kontakt

Gaststätte Tante Alma

Hauptstraße 38
58313 Herdecke

Telefon:  +49 2330 607918
tante-alma@gmx.de

 

So finden Sie uns

Nutzen Sie unseren interaktiven La­ge­plan, um zu uns zu finden

 

Zahlungsarten

Wir akzeptieren folgende Zahlungsmöglichkeiten, zusätzlich noch VISA electron, V-Pay, girocard:

Mastercard Maestro Visa American Express girocard Electronic Cash (EC) Electronic Cash (EC)

 

 

 

Wettervorhersage für Herdecke

-9°C  –  -1 °C
Heiter
Do, 9. Feb.
-10°C  –  -4 °C
Sonnig
 
Fr, 10. Feb.
-12°C  –  -4 °C
Sonnig
 
Sa, 11. Feb.